So befüllen Sie Ihr Hochbeet richtig

Wenn das Hochbeet erst einmal steht, dann ist der Zeitpunkt gekommen, es zu befüllen. Hierzu können nahezu alle im Garten anfallenden Pflanzenreste verwendet werden. Alles was irgendwie verrottet, eignet sich zum Füllen. Im Prinzip lässt sich der Beetaufbau einfach erklären: Ganz unten an der Basis werden alle gröberen Materialien aufgeschichtet. Je höher desto feiner setzt sich der Inhalt zusammen.

Der Nährstoffgehalt im Inneren des Hochbeetes und die Bodentemperatur stehen in direktem Zusammenhang. Durch den Verrottungsprozess im Inneren des Hochbeets, werden ausreichend Nährstoffe verfügbar, die dann von den Pflanzen direkt wieder aufgenommen werden können. Neben dem Verrottungsprozess entsteht zur gleichen Zeit auch optimaler, hochwertiger und nährstoffreicher Kompost, das bekanntlich ja viel Wärme abgibt. So können Sie das Hochbeet, sofern es wirklich richtig befüllt ist und Sie in eine Hochbeet-Abdeckung investiert haben, bis zu zehn Monate im Jahr problemlos nutzen. Sie können es sogar als Frühbeet nutzen! Somit können Sie früher mit der Aussaat beginnen und die erste Ernte wird Sie früher mit frischem Gemüse und Kräuter bescheren.

Das Hochbeet anlegen - die richtigen Zutaten

  • Grünschnitt
  • Baumschnitt
  • Häckselgut
  • Erde
  • Kompost
  • Rasensoden

So entsteht der Holzkern eines Hochbeetes

Die unterste Schicht des höher gelegenen Beetes wird auch der “Holzkern” genannt. Dazu zählt der Abfall vom letzten Strauchschnitt. Bevor Sie wirklich mit dem Befüllen starten können, empfehlen wir ganz unten ein Mausgitter anzubringen. Das Mausgitter verhindert den Besuch unbeliebter Gäste, ermöglicht aber weiterhin nützlichen Bodelebewesen den Zugang zu Ihrem Hochbeet.

Beginnen Sie nun dünnere Äste und dickere Zweige vom Heckenschnitt sowie Pflanzenreste vom Gemüse-, Blumen- oder Staudenbeet gleichmäßig zu verteilen. Die lockere Schicht lässt weiterhin nützliche Lebewesen durch. Zu groß sollten die Zweige oder Äste trotzdem nicht sein - kürzen Sie alle holzigen Teile auf etwa 30 bis 40 Zentimeter Länge.

Die Schicht kann ruhig etwa 30 bis 40 Zentimeter hoch aufgeschichtet werden. Doch das sind nur Richtwerte, die individuellen Maße können anders aussehen. Je höher die Holzschicht des Beetes ausfällt, desto länger liefert sie Wärme und Nährstoffe für die Pflanzen.

Die Befüllung im Mittelteil des Hochbeetes

Ideal ist es, wenn die Basisschicht aus Holzschnitt mit einer dicken Schicht Laub abgedeckt werden kann. Leider ist Laub nicht zu jeder Jahreszeit verfügbar. Die Laubschicht darf einige Zentimeter hoch geschichtet werden, vorausgesetzt, es ist reichlich Laub vorhanden.

Nun kommen die zuvor ausgestochenen Rasensoden auf die Laubschicht. Und zwar in umgedrehter Form, so dass sie mit den Wurzeln nach oben schauen. Als nächste Lage wird eine etwa 15 Zentimeter hohe Schicht grob verrotteten Kompostes aufgebracht. Sollten Sie hier Kompost aus Ihrem eigenen Garten verwenden, achten Sie darauf keine Fisch- oder Fleischreste zu verwenden. So locken Sie keine Ungeziefer an und den Nachbarn mit den sehr strengen Gerüchen zu belästigen liegt sicher auch nicht in Ihrem Interesse.

Jetzt folgt die zuvor ausgehobene Gartenerde. Diese wird leicht festgeklopft. Als letzte Schicht bekommt das Hügelbeet fein gesiebte Komposterde. Wo kein Kompost zur Verfügung steht, kann ebenso gut eine Qualitätspflanzenerde aus dem Garten-Center aufgebracht werden.

Wenn Sie sich an genau diese Schritte halten, werden Sie in den nächsten Jahren viel Freude haben mit Ihrem Hochbeet und der ertragreichen Ernte.

Die Bepflanzung will gut geplant sein

Das Hochbeet ist nun fertig und kann bepflanzt werden. Im ersten Jahr werden besonders viele Nährstoffe frei gesetzt. Das verträgt nicht jede Pflanze. Deshalb dürfen bei der ersten Bepflanzung vor allem Starkzehrer wie Tomaten, Paprika, Zucchini und Kohlpflanzen ins Beet.

Im zweiten Jahr folgen die Mittelzehrer. Dazu zählen Rettich, Möhren, und Kohlrabi. Auch Salate, Zwiebeln und Knoblauch finden jetzt noch genügend Nährstoffe.

Im dritten Jahr können die sogenannten Schwachzehrer kultiviert werden. Dazu gehören Kräuter, Salate sowie Erbsen und Bohnen.

Das Beet muss regelmäßig gegossen werden, denn die Verrottungsprozesse laufen hier rascher und intensiver ab. Deshalb lohnt es sich, bei der Anschaffung des Holz-Hochbeetes auf Qualität zu setzen. Lärchenholz ist ein sehr witterungsbeständiges Material, welches im Garten viele Jahre lang Freude bereitet.

Hochbeet nachfüllen

Mit der Zeit wird sich das Füllmaterial senken und Sie werden sich mit der Frage des Nachfüllens auseinandersetzen müssen. Eine Nachfüllung sollten Sie aber nicht als Arbeit sehen, sondern als Chance für frische Nährstoffe, Sie können wieder den gesamten Raum des Hochbeets nutzen und das neue Material kurbelt die natürlichen Verrottungsprozesse wieder an.

Wie gehen Sie nun am besten vor? Schieben Sie mit einem Rechen nun die oberste Schicht auf die eine Seite, füllen Sie Ihr Hochbeet mit leichtem Rasenschnitt oder Kompost nach und schieben Sie die Erde wieder zurück. Wiederholen Sie den Vorgang mit der anderen Beetseite.

Erfüllen Sie sich Ihren Hochbeet-Traum