
Jeder kennt sie, viele lieben sie: die Sauna. Doch Sauna ist nicht gleich Sauna. Die einen schätzen trockene Hitze und kraftvolle Aufgüsse, andere bevorzugen milde Wärme, feuchte Luft oder die sanfte Tiefenwärme einer Infrarotkabine. Wer den eigenen Rückzugsort zu Hause plant, steht deshalb schnell vor der Frage: Welche Saunaart passt zu mir, meinem Zuhause und meinem persönlichen Rhythmus?
In diesem Vergleich stellen wir die wichtigsten Saunaarten vor und zeigen, worin ihre Besonderheiten liegen. So wird aus der ersten Inspiration Schritt für Schritt die Idee für eine individuelle Sauna nach Maß.

Die finnische Sauna ist der zeitlose Klassiker unter den Saunaarten. Wenn sich die Holztür schließt, die Wärme langsam auf der Haut liegt und der Duft des Holzes den Raum erfüllt, beginnt eine Auszeit, die ganz ohne große Inszenierung auskommt.
Mit Temperaturen zwischen etwa 80 und 100 Grad Celsius und vergleichsweise trockener Luft steht die finnische Sauna für intensive Wärme und das ursprüngliche Saunaerlebnis. Sie ist die richtige Wahl für alle, die Hitze lieben und ihren Saunagang gerne als bewusstes Ritual zelebrieren.
Zum klassischen Saunaritual gehört für viele der Aufguss. Wasser trifft auf die heißen Saunasteine, die Wärme wird spürbarer und ein feiner Duft legt sich über den Raum. Mit passenden Saunaölen und Düften lässt sich die Atmosphäre zusätzlich verändern – von klar und frisch bis warm und beruhigend.
Wie ein Aufguss gelingt und worauf es dabei ankommt, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Saunaaufguss. Passende Saunaöle finden Sie in unserem Sortiment.
Weil die Luftfeuchtigkeit in der finnischen Sauna vergleichsweise niedrig bleibt, wird sie häufig auch als Trockensauna bezeichnet. Das trockene, intensive Klima unterscheidet sie deutlich von einer Dampfsauna. Welche Variante besser zu den eigenen Vorlieben passt, zeigt unser Vergleich Dampfsauna oder Trockensauna.
Eine finnische Sauna muss nicht von der Stange kommen. Größe, Holzart, Glasflächen und Ausstattung lassen sich so planen, dass die Sauna zu Ihrem Zuhause und zu Ihren persönlichen Saunamomenten passt.
Nicht jeder sucht die große Hitze. Die Biosauna, auch Saunarium genannt, empfängt ihre Besucher mit einem milderen, angenehmeren Klima. Temperaturen zwischen etwa 45 und 60 Grad und eine höhere Luftfeuchtigkeit machen sie zu einer sanften Alternative zur finnischen Sauna.
Sie ist ideal für alle, die Wärme genießen möchten, ohne dass der Saunagang gleich zur sportlichen Herausforderung wird.
In der Biosauna steht weniger der intensive Aufguss im Mittelpunkt, sondern das ruhige Zusammenspiel aus Wärme, Duft und Licht. Ätherische Aromen erfüllen den Raum, während eine dezente Beleuchtung eine Atmosphäre schafft, in der der Alltag langsam leiser wird.

Eine Infrarotsauna fühlt sich anders an als eine klassische Sauna. Die Luft im Raum bleibt vergleichsweise mild, während die Infrarotstrahlung eine angenehme Wärme direkt am Körper spürbar macht. Mit Temperaturen von etwa 35 bis 50 Grad ist sie eine interessante Möglichkeit für alle, die Wärme gerne sanfter erleben.
Ob als kurze Auszeit am Abend oder als regelmäßiges Ritual im eigenen Zuhause: Eine Infrarotkabine braucht meist weniger Aufheizzeit und fügt sich flexibel in unterschiedliche Wohnsituationen ein.
Im Vergleich zur finnischen Sauna steht bei der Infrarotkabine nicht die heiße Raumluft im Mittelpunkt. Die Wärme wird unmittelbarer erlebt, der Aufenthalt kann ruhiger und individueller gestaltet werden. Wie lange man in der Kabine bleibt, hängt vom jeweiligen Gerät, der empfohlenen Anwendung und dem eigenen Empfinden ab.
Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu achten und die Anwendung bei Unwohlsein sofort zu beenden.
Wer Wärme lieber sanft und unkompliziert genießt, findet in einer Infrarotkabine eine moderne Alternative zur klassischen Sauna. Entdecken Sie unsere Modelle und finden Sie die Lösung, die zu Ihrem Alltag passt.
Ein Dampfbad fühlt sich beinahe wie ein Spaziergang durch warme, feuchte Luft an. Wasserdampf erfüllt den Raum, legt sich sanft auf die Haut und schafft ein völlig anderes Erlebnis als die trockene Hitze der finnischen Sauna.
Die Temperaturen liegen meist zwischen 40 und 50 Grad, während die Luftfeuchtigkeit deutlich höher ist und nahezu 100 Prozent erreichen kann. Dadurch wirkt die Wärme trotz der niedrigeren Temperatur besonders intensiv.
Neben dem klassischen Dampfbad gibt es weitere Formen wie das Caldarium, das Tepidarium, den Hamam und das irische Dampfbad. Jede Variante erzählt ihre eigene Geschichte und setzt einen anderen Schwerpunkt – einmal auf besonders feuchte Wärme, einmal auf mehrere Temperaturstufen, einmal auf das gemeinsame Ritual.
Die richtige Saunaart hängt nicht nur von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Auch der Raum, der Standort und die eigenen Gewohnheiten spielen eine wichtige Rolle.
Eine Innensauna verwandelt Badezimmer, Keller oder einen bislang ungenutzten Raum in einen privaten Rückzugsort. Wer die Sauna lieber unter freiem Himmel genießt, findet in einer Gartensauna eine besonders stimmungsvolle Lösung. Für kleinere Gärten und kompakte Grundstücke bietet sich eine Fasssauna an.
Auch das Holz prägt die Wirkung einer Sauna. Eine Zirbensauna bringt die charakteristische Optik und den warmen Duft von Zirbenholz in den eigenen Wellnessbereich.
Für Hotels, Fitnessstudios und Wellnessanlagen gelten andere Anforderungen als für eine private Sauna. Hier zählen nicht nur Atmosphäre und Design, sondern auch Belastbarkeit, Kapazität und eine zuverlässige Ausstattung. Eine gewerbliche Sauna wird deshalb von Anfang an auf die jeweilige Nutzung und die räumlichen Bedingungen abgestimmt.
Wer zum ersten Mal sauniert, darf es ruhig langsam angehen lassen. Eine Biosauna oder ein Dampfbad bietet einen sanfteren Einstieg als die intensive Hitze einer finnischen Sauna. Die niedrigeren Temperaturen lassen Raum, den eigenen Körper kennenzulernen und Schritt für Schritt herauszufinden, welche Wärme sich wirklich gut anfühlt.
Beginnen Sie mit kurzen Saunagängen und verlängern Sie die Zeit erst, wenn Sie sich sicher und wohlfühlen. Nach der Wärme folgt eine bewusste Ruhephase. Auch beim Abkühlen gilt: lieber aufmerksam auf den eigenen Körper hören, statt einem festen Ideal hinterherzulaufen.
Verlassen Sie die Sauna sofort, wenn Schwindel oder Unwohlsein auftreten.
Ein Saunagang ist mehr als ein Aufenthalt in einem warmen Raum. Es ist ein Wechselspiel aus Wärme, Abkühlung und Ruhe. Wie lange Sie in der Sauna bleiben, hängt von der Temperatur, der gewählten Saunaart und Ihrem persönlichen Empfinden ab. Für viele Menschen dauert ein einzelner Saunagang ungefähr 8 bis 15 Minuten, bevor eine längere Ruhephase folgt.
Ob trockene Hitze, sanfte Infrarotwärme oder der Duft von warmem Holz: Die schönste Sauna ist jene, die sich selbstverständlich in das eigene Leben einfügt. Sie soll zum Raum passen, zu den eigenen Ritualen und zu den Momenten, in denen aus einem gewöhnlichen Abend eine kleine Auszeit wird.
Wenn Sie Ihre Sauna individuell planen möchten, begleiten wir Sie von der ersten Idee bis zur fertigen Umsetzung. Gestalten Sie Ihren persönlichen Rückzugsort mit Sauna Bauer.