Die Geschichte der Sauna

Woher kommt der Begriff Sauna?

Jeder kennt den Begriff der Sauna, aber wissen Sie auch, wo das Wort ursprünglich herkommt?

Der Begriff hat seinen Ursprung in Finnland, wo die Sauna ein elementarer Bestandteil der Kultur, und daher in fast jedem Haus zu finden ist. Übersetzt bedeutet das Wort Sauna übrigens “Schwitzstube” oder “finnisches Bad” und bezeichnet einen (oder mehrere) aus Holz gebauten, auf sehr hohe Temperaturen aufgeheizten Raum.

Wussten Sie, dass die finnische Sauna auch Trockensauna genannt wird? Das kommt daher, das in dieser Saunaart eine sehr geringe Luftfeuchtigkeit herrscht.

Aber haben die Skandinavier die Sauna auch tatsächlich erfunden oder geht der Ursprung noch viel weiter zurück?

Entgegen allen Erwartungen kommt die Saunakultur nicht aus Finnland, sondern aus dem Norden Ostasiens. Obwohl die Finnen das Saunen nicht erfunden haben, geprägt haben sie den Begriff „Sauna“ definitiv.

Der Ursprung der Sauna

Der Ursprung des heutig bekannten Saunieren lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Die Ursauna war das Schwitzbad. Damals wurden Erdlöcher mit heißen Steinen gefüllt. Die Steine wurden davor im Feuer aufgeheizt und anschließend mit Wasser übergossen. Eine “Steinzeitsauna” hat allerdings mit einer moderne Sauna kaum mehr etwas gemeinsam. Wer heute in den Genuss einer ursprünglichen Sauna kommen will, muss den Eskimos oder Indianern einen Besuch abstatten, dort ist die Urform der Sauna auch heute noch teilweise anzutreffen.

Anfangs diente das Schwitzen als Körperpflege. Es war leichter die Steine zu erwärmen und Dampf zu erzeugen, als heißes Wasser zu machen. Bald schon bemerkten die Menschen den gesundheitlichen Aspekt - nach einem langen, harten und körperlich anstrengenden Arbeitstag war so ein Dampfbad genau das Richtige, um die Muskeln zu lockern und Kraft für den nächsten Tag zu tanken.

Durch das nomadenhafte Verhalten der damaligen Menschen, zog es die heutigen Finnen aus Asien weg und nach Skandinavien. Das Wissen über das Schwitzbad nahmen sie selbstverständlich mit. In der neuen Heimat Finnland herrschten jedoch andere Gegebenheiten. Es war viel kälter und der Boden war die meiste Zeit gefroren. Sie lernten schnell sich anzupassen und anstatt den Boden mühselig aufzugraben, oberirdische Zelte, Hütten oder Steinhäuser zu bauen.

Die ursprünglichste Form der finnischen Sauna ist die Suvasauna. Vielen wird dieser Begriff nicht geläufig sein, nur echte Saunakenner werden direkt wissen von was wir hier reden. Die Suvasauna ist eine Rauchsauna. Der Ofen steht frei im Raum, der Rauch wird durch aufgeschichtete Steine abgeleitet und zieht den Wänden entlang nach oben und durch eine kleine Luke ab. Heutzutage werden vorrangig Elektroöfen verwendet. Wir bei Sauna Bauer vertrauen auf die Elektroöfen von Sentiotec.

Nicht nur die Menschen in Skandinavien fanden viel Freude und Begeisterung an den Schwitzbädern. Die Ureinwohnern des amerikanischen Kontinents übten die Schwitzkultur in Schwitzhöhlen und später Schwitzhütten aus und auch in den frühen Hochkulturen der Maya und Azteken in Mittelamerika kannte man zeremonielle Schwitzhäuser. Aber auch die alten Germanen kannten diese Form der Sauna bereits. Die Römer und Griechen waren die ersten, die Änderungen und Verbesserungen an den Schwitzbädern vornahmen. Im alten Rom wurde ein Kohlebecken in der Mitte des Raumes aufgestellt, welches trockene und heiße Luft erzeugte – das Laconium war geschaffen.

Im Mittelalter folgten in größeren europäischen Städten wie Wien, Paris und Berlin die „Badestuben“, das waren öffentlich zugängliche Bäder. Diese hielten sich in Europa lange und verschwanden erst ab dem 18. und 19. Jahrhundert. Grund für das Verschwinden, waren die schlechten hygienischen Bedingungen und religiöse Bedenken. Die einzigen zwei Länder, die ihrer Tradition treu blieben, waren Russland und Finnland.

Das ursprüngliche Saunabad ist heute, bis auf wenige Ausnahmen, nur noch in Finnland und Russland zu finden. Ein Großteil der schwedischen Badestuben wurde im im 18. Jahrhundert durch moderne Schwitzbäder ersetzt. Wer heutzutage in die Sauna geht, setzt sich auf eine gemütliche Bank und lässt die moderne Technik die Arbeit erledigen.

Der Aufschwung im 20. Jahrhundert

Den ersten richtigen Aufschwung erlebte das Saunieren dann bei bzw. nach den olympischen Spielen 1936 – natürlich durch die Finnen. Die Sportler wünschten sich zur Regeneration nach den anstrengenden Wettkämpfen eine Sauna. Für die Medien etwas völlig Neues und Aufregendes! So gab es bereits Anfang der 30er und 40er- Jahre die ersten einzelnen Saunaanlagen.

Den zweiten Aufschwung erlebte die Saunatradition nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Die zurückkehrten Kriegsveteranen kannten das Saunieren und die positiven Effekte. Viele öffneten nach und nach selbst Saunaanlagen.

Mittlerweile sind die Kultur und Tradition so groß geworden, dass der 24. September Tag der Sauna ist. Mit Saunen, die auch in die kleinsten Wohn- oder Gartenräume passen, wird es nicht überraschen, dass die Saunanachfrage in den zwei Corona-Jahren immens angestiegen ist.

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